Zu dieser Frage können wir ganze Bücher schreiben, denn wer du wirklich bist, kannst nur du selbst herausfinden. Tatsächlich stellten wir uns dieser Frage direkt zu Beginn des Blogs schon einmal. Das Schlimme daran ist, dass dies meist sehr viel Arbeit und Disziplin braucht. Damit möchte ich dich nicht entmutigen, denn auch ich befinde mich noch mitten im Prozess, mich selbst zu erkennen.

Was ich dir sagen kann, ist, dass wir größtenteils nicht die Menschen sind, die wir glauben, zu sein. Ich glaubte lange, dass ich ein eingeschüchtertes, dummes, kleines, dickes Mädchen bin und wunderte mich, dass viele meine Nähe suchten.

Heute weiß ich, dass ich meine ganz eigene Schönheit besitze, ohne, dass ich die Modelmaße erreichen muss. Meine Persönlichkeit, die Offenheit, die ich besitze und die Tatsache, dass ich jeden nehme, wie er oder sie eben ist, bringt Menschen dazu, dass sie gerne in meiner Nähe sind und sich mit mir befassen möchten. Natürlich habe ich auch meine Schattenseiten. Ich akzeptiere sie zum großen Teil mittlerweile und beginne, an ihnen zu arbeiten und somit gegen die Stimme in meinem Kopf anzugehen.

Weißt du, dass die Gesellschaft uns einen Stempel aufdrückt und uns zu dem machen will, was sie gerne hätte? Wir lernen, mit dem Strom zu schwimmen, statt uns selbst zu erkennen und das unterbewusste Wissen, dass wir nicht wissen, wer wir sind, macht uns traurig. Ich würde fast meinen, dass die vielen Depressionsfälle, die wir mittlerweile haben, mitunter daran liegen, dass wir uns selbst nicht kennen. Natürlich werden Depressionen durch vieles mehr ausgelöst und haben so viele verschiedene Hintergründe, dass man sie kaum benennen kann, doch ich glaube, dass dies einer davon ist.

Hier können wir lernen, damit umzugehen, dass wir niemals perfekt sein werden, egal, was die Gesellschaft uns vorgaukelt. Jeder Mensch hat seine Fehler und das macht uns einzigartig. Wir müssen diese nur erkennen, akzeptieren und lernen, mit ihnen umzugehen. Natürlich können wir, wenn sie uns wirklich stören, auch lernen, daran zu arbeiten. Doch in erster Linie ist es wichtig, sie einmal kennenzulernen und dich zu lieben wie deine Nächsten.

Hierzu kann ich dir empfehlen, einmal frei raus mit dir zu schreiben. Setze dich an einen ruhigen Ort, nehme dir ein paar Blätter Papier und einen Stift und beginne damit, dir selbst zu schreiben, indem du etwas schreibst wie: “Hallo [Name], ich weiß, wir kennen uns schon so lange, doch heute nehme ich mir einmal Zeit, damit du mir sagen kannst, wer du bist.” Oder “Ich bin…” und du ersetzt die Punkte durch die Dinge, die dir in diesem Moment einfallen.

Eine solche Übung hat mein Chef beim Einstellungsgespräch gemacht. Er sagte mir, ich solle ihm alles sagen, was mir zu “Ich bin….” einfällt. Diese Liste wurde extrem lang, das wäre mir selbst gar nicht in den Sinn gekommen. Wenn du am Anfang stockst, höre nicht gleich auf, denn dann beginnt erst, dein Unterbewusstsein zu arbeiten.

Eine weitere Möglichkeit ist es, dich selbst in einem Freewriting kennenzulernen. Du beginnst einfach, über dich selbst zu schreiben. Was macht dich heute aus, was hast du erreicht, was willst du erreichen? Wer glaubst du, dass du aktuell bist und glaubst du, dass das wirklich du bist? Wer glauben deine Freunde, dass du bist oder deine Kollegen?
Ich kenne mich heute weit besser als noch vor einem oder gar fünf Jahren, allerdings bin ich mir sicher, dass ich mich noch lange nicht wirklich ganz kenne.

Wer glaubst du, dass du derzeit bist? Schreib uns doch gerne in den Kommentaren oder bei Facebook und Instagram.
Sollte dich zu dem Thema etwas mehr interessieren oder du willst etwas dazu äußern, schicke uns gerne eine E-Mail an sorgen@kbookshelf.de

Kya

Ein passendes Mini-E-Book hierzu kannst du auf unserer Steady Seite erhalten, auf der du uns gerne stetig unterstützen kannst, damit wir effektiver arbeiten können und uns durch Kurse, bessere Schreibprogramme und vielleicht irgendwann auch mehr Zeit, verbessern können.

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26.01.2022 Wer bin ich wirklich?

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