Dieses Thema liegt mir unglaublich schwer auf der Seele und ich glaube, dass ich darüber ein ganzes Buch schreiben könnte. Daher taucht es hier auf dem Blog auch immer wieder auf. Denn egal, wo wir hinkommen, was wir tun und wo wir am Ende stehen, der gesellschaftliche Druck sitzt uns immer im Nacken.

Leider können wir ihm auch nicht entkommen. Was mir immer wieder auffällt, ist, dass auch das gesellschaftliche Denken stark von unserer Umwelt beeinflusst wird. Glücklicherweise leben wir in einer Zeit und vor allem auch in einem Land, in dem wir unsere Meinung offen sagen dürfen, ohne dafür gleich verfolgt oder gar getötet zu werden. Dennoch kommt es leider viel zu häufig vor, dass wenn wir der Meinung anderer nicht folgen, dass wir ausgegrenzt werden.

Wusstest du, dass eines unserer Grundbedürfnisse, das Bedürfnis nach Nähe ist? Der Wunsch dazuzugehören, kommt nicht von ungefähr. Denn wenn unsere Vorfahren von ihrer Gruppe ausgeschlossen wurden, konnten sie schlichtweg nicht überleben. Auch der Wunsch, sich fortzupflanzen, trägt dazu bei. Nicht, dass wir alle gleich Sex mit jedem wollen, doch der Wunsch nach Nähe und Akzeptanz rührt aus dieser Vergangenheit.

Nur, was macht der gesellschaftliche Druck mit uns und warum ist er, meiner Meinung nach, heute, in einer Welt, die viel freier denkt, dennoch schlimmer als noch vor wenigen Jahrzehnten?

Ich kombiniere dies viel mit Social Media. Früher verglich man sich in der Familie, auf dem Hof, im Dorf, vielleicht noch in der Stadt miteinander. Heute sehen wir die Menschen auf der gesamten Welt. Eine Frau, die es schaffte, binnen weniger Wochen 60 kg zu verlieren, ein Mann, der innerhalb weniger Monate so viel Geld besaß, um sich gleich mehrere Häuser zu kaufen und so weiter. Menschen, die als wunderschön angepriesen werden, Paare, die die heile Welt und Glückseligkeit vorzeigen. Wir denken immer darüber nach, was andere denken.

Doch was wir bei all dem vergessen, ist: Zum einen sind es Momentaufnahmen: Wir wissen zum Beispiel nicht, ob das Paar sich zuvor oder danach nicht gestritten hatte. Zum anderen sind es Glücksfälle, die so nicht in jedem Land geschehen können.

Hierzu das Beispiel eines Tiny House. Während man in Amerika sein kleines Haus einfach aufstellen und damit umherwandern kann, gibt es hierzulande Auflagen, die es nicht so einfach machen.

Der weltweite und vor allem auch massige Vergleich macht uns mürbe und träge. Wir wissen nicht, welchem Ideal wir als Nächstes nacheifern sollen. Sollen wir lieber sein wie Xavier Naidoo oder doch wie Lady Gaga? Welchen Werten müssen wir folgen, um perfekt zu sein, dass die Gesellschaft, die wir so dringend brauchen, uns nicht verstößt?

Die Themen Mindset und Selbstliebe sind erst vor kurzem wieder aufgetaucht und ist nicht ohne Grund so wichtig, wie es heute den Anschein macht. Denn unter all den gesellschaftlichen Werten, Wünschen und Sorgen, vergessen wir das wesentliche: Uns selbst.

Der gesellschaftliche Druck perfekt zu sein, wächst in uns ins Unermessliche und wir wissen nicht mehr, was wir noch tun sollen, um dem Ganzen zu entkommen. Wir versuchen, alles so zu machen wie unsere Vorbilder, nur um dann festzustellen, dass wir es falsch machen, in den Augen der Menschen um uns herum. Daher möchte ich dich bitten: Unterliege nicht der gesellschaftlichen Norm. Natürlich müssen wir das manchmal, um zum Beispiel unseren Job zu behalten, doch gerade in deinem privaten Umfeld bleibe einfach du selbst.

Ich habe einen Mann gefunden, der mich nimmt, wie ich bin. Mit den paar Kilo zu viel auf den Rippen, den Finger auf dem Kaufen Button, der Unordnung und der Depression. Er akzeptiert alle Seiten von mir wie auch ich von ihm. Ich muss damit nicht jedem gefallen, denn dann würde ich mich verlieren. Seit dieser Erkenntnis geht es mir weitaus besser. Klar heilt das nicht alle Krankheiten und auch viele Wunden bleiben, doch ich weiß, was ich will und woran ich bin.

Leidest du auch unter gesellschaftlichem Druck? Was ist es, was dich in diesem Bezug beschäftigt? Schreibe uns gerne in die Kommentare oder auf Facebook und Instagram. Außerdem sind wir auch gerne ganz privat für dich über sorgen@kbookshelf.de zu erreichen. Wir antworten dir dort, so schnell es uns möglich ist.

Kya

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22.01.2022 Gesellschaftlicher Druck

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