Vorab: Stellst du dir diese Frage aktuell? Dann möchte ich dich bitten, einmal tief in dich zu gehen und dies zu hinterfragen. Warum willst du deine Gefühle unterdrücken?
Nun zur Antwort: Ja, das kann man, doch es ist eindeutig nicht gut. Daher meine Bitte zu Beginn.

Es gibt Situationen im Leben, die verbieten es dir, deine eigenen Gefühle zu leben. Bist du glücklich, obwohl du auf einer Trauerfeier bist? Bist du derzeitig auf der Arbeit und möchtest nur weinen?

Das sind zwei Beispiele, in denen wir fast automatisch die gegensätzlichen Gefühle unterdrücken. Genauso kannst du es in jeder Sekunde deines Lebens handhaben. Meist werden die Gefühle sich dann allerdings so beiseite gedrängt fühlen, dass sie dann gerne im unpassendsten Moment zum Vorschein kommen. Etwa dann, wenn du eine Freundin oder einen Freund tröstest oder du gerade mitten in einer Diskussion mit deinem Partner stehst. Dies kann so weit gehen, dass Menschen dir nicht mehr vertrauen. Solltest du dieses Gefühl haben, kannst du dir gerne unseren Beitrag dazu durchlesen.

Nun, hast du bereits in dich gehört und herausgefunden, warum du deine Gefühle unterdrücken möchtest? Ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen, dass das gerne dann passiert, wenn wir überfordert sind und negative Gefühle wie Angst, Schmerz und Trauer vorherrschen und uns sogar beherrschen. Ich selbst stand vor nicht allzu langer Zeit, als mein Sonnenvampir mich verließ, genau vor diesem Dilemma. Am liebsten hätte ich nichts mehr gefühlt. Ich wollte den Schmerz loswerden, denn er lähmte mich, nicht nur damit, dass ich weniger machte. Ich aß fast nichts mehr, konnte meinen Hobbys nicht nachgehen und sogar meine Arbeit litt darunter, also das, womit ich mein Geld verdiene und was mir meine Wohnung und mein Lebensunterhalt finanziert.

Doch Kimi sagte immer wieder, dass ich das durchstehen musste, meine Gefühle zu verbannen sei, gerade für mich als extrem emotionaler und empathischer Mensch, der falsche Weg. Auch wenn ich immer wieder davon sprach, dass es für mich besser sei, wusste ich, dass Kim recht hatte und es der falsche Weg wäre. Aber was soll man tun, wenn einen die Gefühle derart übermannen? Immer wieder wies sie auf die gemeinsamen Projekte und Texte hin. Hier schrieb ich wie man sich selbst wiederfinden kann und Erfolgen, die der Engel mir immer wieder aufzeigte.

Ich begann, meinem inneren Schweinehund ins Gesicht zu lachen. Sagte ihm, dass ich das mache, worauf ich Lust habe oder was ich vermisse und ging raus. Ich besuchte den Engel, traf mich mit Freunden und sah meine Eltern viel und oft. Ja, vielleicht war es eine Form der Ablenkung, doch ich ließ in fokussierten Momenten den Schmerz zu. Ich verdrängte ihn nicht, setzte ihn nicht zur Seite, sondern ließ ihn ganz gezielt zu, immer dann, wenn ich es für richtig hielt. Die andere Zeit nahm ich, um mir selbst zu beweisen, dass das Leben weitergeht, dass ich mehr wert war, als nun am Boden zu liegen und dass ich am Ende an mich selbst glauben kann.

Solltest du niemanden haben, an den du dich wenden kannst, der dir, so wie Kimi mir, sagt, dass es gut ist, den Schmerz zuzulassen, kannst du uns gerne eine E-Mail mit deinen Sorgen an sorgen@kbookshelf.de senden. Wir werden dir, so schnell es uns möglich ist, antworten.

Nimm dir einmal die Zeit und versuche, herauszufinden, warum du deine Gefühle, die nicht immer schlecht sind, ablegen willst. Was ist es, das dich stört? Was möchtest du bewirken? Warum möchtest du gefühlskalt sein?
Denke daran, dass gefühlskalte Menschen oftmals stärker wahrgenommen und gemieden werden. Vielleicht kannst du dir diese Gedanken in einem fokussierten Freewriting niederschreiben. Gerne kannst du uns auch auf Instagram oder Facebook schreiben.

Kya

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19.01.2022 Kann man seine Gefühle unterdrücken?

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