Ich muss zugeben, dass ich auch noch nicht die absolute und richtige Lösung für diese Frage gefunden habe. Doch ich arbeite täglich daran. Wenn ich mit meinen Gedanken abschweife, dann besinne ich mich darauf und fokussiere mich auf das Hier und Jetzt.
Zuerst ist es wichtig, zu erkennen, dass die Gedanken und Gefühle, die du hast nicht von heute kommen. Viele Situationen triggern uns und werfen uns in die Vergangenheit, manchmal rufen sie auch die Angst vor der Zukunft hervor.
Unsere Vergangenheit ist vergangen. Wir können sie nicht mehr ändern. Dass einzige, was wir tun können, ist, uns an die schönen Momente zu erinnern, damit wir automatisch lächeln, sie vielleicht sogar wiederholen, oder wir lernen aus den begangenen Fehlern.
Für mehr sollte unsere Vergangenheit nicht genutzt werden.
Ich kenne allerdings das große Aber selbst zu gut. Statt an die guten Momente, denken wir oft an die Negativen zurück, für die Fehler geben wir uns auch heute noch die Schuld. Doch das muss aufhören.
Werde dir bewusst, dass die Schmerzen, die Schuld und die Trauer der vergangenen Situation angehören. Erlaube dir, eine gewisse Zeit am Tag in ihnen zu schwelgen, setze dir hier den Timer und versuche, dich auf die guten Momente zu besinnen. Sollte die Trauer hochkommen, lass sie zu und weine dich aus, denn so heilst du noch vorhandene Wunden.
Die Vergangenheit wird uns nie ganz loslassen.
Neben ihr herrscht noch die Angst vor der Zukunft. Ich habe mich erst kürzlich getrennt und sofort kamen in mir Fragen auf. Was kommt als Nächstes? Wie wird meine Wohnung aussehen, wo finde ich, etwas zu essen, kann ich mir all das überhaupt leisten?
Ich begann, mir einen Plan zu machen, der allerdings wieder und wieder zerstört wurde und die Angst immer weiter anstieg bis meine Mutter sagte: „Leb doch einfach mal im Jetzt. Heute bist du hier. Also hast du etwas zu essen und ein Dach überm Kopf. Heute siehst du dich nach Wohnungen um und wenn nichts dabei ist, wiederholen wir das so lange, bis du etwas findest. Hab keine Angst vor dem Morgen!“
Ich weiß, nicht jeder besitzt dieses Glück mit seiner Familie, aber die Worte sind wahr. Erkenne, was du aktuell hast, sei dankbar dafür und setze dir erreichbare Ziele. So vergeht die Angst vor dem Morgen und du erkennst deine Errungenschaften von heute. Das erfreut dich und deine Seele.
Ich habe tagelang nicht mehr geschrieben und heute sitze ich hier und schreibe diesen Text. Ich bin stolz auf mich und dankbar, dass ich mir die Zeit und den Mut genommen habe, mich wieder vor die Tastatur zu setzen.
Schiebe nichts auf und beginne noch heute, denn dann wirst du keine Angst vor dem Morgen haben und das Gestern wird dich nicht mehr einholen.
Was sind deine Ziele?

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24.04.2021 Wie kann ich im Hier und Jetzt leben?

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