“Sie ist so viel schöner!”, “Er kann viel besser schreiben!”, “Ihre Bilder sind tausendmal besser als meine!”
Solche Gedanken kommen in den meisten von uns immer und immer wieder auf. Gerade wenn wir einmal Stolz auf uns sind, wird das gerne von unserem inneren Kritiker mit einem “Ja, aber” unterbrochen. Und wenn nicht von diesem, gibt es da den ein oder anderen neidischen Freund oder vielleicht sogar Familienmitglieder, die deinen Stolz zerstören.

Auch uns geht es immer wieder so. Das Schlimmste an diesen Gedanken ist, dass sie nicht produktiv sind, uns nicht motivieren, sondern meist sogar lähmen. Ich kenne das von mir sehr gut, auch in Bezug auf meinen Engel. Sie kann super zeichnen, weil sie unglaublich viel Zeit in dieses Hobby steckt. Ich versuche es auch, bin im ersten Moment Stolz auf das, was ich geschaffen habe, bekomme super Feedback, dann zeichnet sie wieder etwas und ich denke mir: “Warum machst du überhaupt etwas, sie kann es doch sowieso besser!”

Hier beginnt das Vergleichen. Natürlich will mein Engel mich mit ihren Werken nicht demotivieren, das ist mir bewusst. Als wir mal darüber sprachen, hatten wir am Ende beide keine Lust mehr zu zeichnen, ich nicht, weil sie es besser kann und sie nicht, weil es mich verletzt. Merkst du die Unlogik dahinter? Es ist in Ordnung ein Vorbild zu haben, diesem nachzueifern, doch du musst beginnen, dein eigener Typ zu werden. Wenn ich wie mein Engel jeden Tag zeichne und sie nun aufhört, könnte ich in wenigen Jahren ihren Stand erreicht haben.

Genauso ist es, wenn ich mich mit anderen Autoren vergleichen würde. Nehmen wir mal den allseits bekannten Stephen King. Seine Worte sitzen, er weiß, wann er was schreiben muss und wie er seine Leser packt. Dieses Talent besitzt auch er nicht von Anfang an. Klar, er hat Talent in dem, was er tut, das heißt aber nicht, dass er von Anfang an alles perfekt konnte. Er musste auch alles lernen, sich aneignen, ausprobieren und scheitern. Doch er verglich sich nie mit anderen. Er eiferte seinem Traum nach. Ich bin noch ganz am Anfang, ja, ich habe schon viele Bücher als Ghostwriterin geschrieben und auch einige Blogbeiträge. Auch hier bekomme ich immer wieder Lobe für meine Worte, aber ich weiß, dass das Handwerk noch nicht sitzt. Das kann nur kommen, wenn ich weitermache, übe, auf die Nase falle, Kritik einstecke und dann aufstehe und das nächste Buch schreibe.

Also höre auf mit dem Vergleichen. Suche dir ein Ziel, das dich voranbringt und denke daran, sollte es bei dir auch um die Kunst gehen, dass du eine eigene Person bist. Gerade in der Kunst beginnt jeder seine Individualität zu zeigen. Jeder Autor besitzt seine ganz eigene Stimme, die man über alle Bücher hinweg wiedererkennt. Jeder Zeichner entwickelt seinen eigenen Stil, den man in allen Bildern wiederfindet, jeder Architekt hat sein ganz besonderes Etwas, dass man in jedem Haus sieht. Beginne, dein Hobby auszubauen, dir ein Ziel zu setzen und überlege, wie du es erreichen kannst. Nimm die Tipps der anderen an, schau dich um, erfahre, wie die Menschen, mit denen du dich bisher verglichen hast, diese Ziele erreichten und setze es, wenn es für dich möglich ist, um. Du wirst vermutlich niemals besser als deine Vorbilder, zumindest nicht, wenn sie nicht aufhören mit dem, was du anstrebst, denn sie sind dir immer ein paar Schritte voraus. Das ist ok. Es geht um deine eigenen Erfolge. Dass ich heute schreibe, macht mich stolz, denn nur das bringt mich einen Schritt näher an mein Ziel.

Was ist es, wo du dich immer wieder vergleichst oder hast du bereits damit aufgehört? Wenn ja, wie ist es dir gelungen? Schreibe uns gerne in die Kommentare, auf Facebook, Instagram oder über sorgen@kbookshelf.de

Kya

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19.03.2022 Ende mit dem Vergleichen

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